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Nach langen Monaten mal wieder ein Beitrag auf Books of Reality.

Einen langen Nachmittag quälte ich mich mit einem Donna Leon Krimi. Legte das Buch wieder hin, nahm es wieder auf, um es doch fertig zu lesen. Die Filme fand und finde ich immer sehr gut, was vielleicht an Venedig und der tollen Terrasse der Brunettis liegt, aber einen zweiten Roman werde ich mir bestimmt nicht mehr antun.

Am Abend griff ich zu meinem eReader, denn ich bin schon seit langem nicht mehr auf Lovelybooks oder diversen Buchblogs unterwegs, auch Büchergeschäfte ziehen mich nicht mehr an. Ich lade mir meine Lektüre als eBook aus der Leihbücherei herunter. Gut, es sind einige Enttäuschungen darunter, s.o., aber kostenlose.

So wusste ich nicht, dass es sich bei Amy Gentry’s Buch um einen Spiegel-Bestseller handelt, der Furore gemacht hat. Inzwischen habe ich bei Amazon meine Unkenntnis über die Autorin abgelegt und Kundenrezensionen gelesen. Keiner kann ich beipflichten.

Dieses Buch hat mich fast die ganze Nacht gekostet und obwohl gegen Morgen meine Augen brannten, konnte ich es nicht vor dem Schluss weglegen. Das Buch begann spannend, sehr spannend und die Spannung flachte nicht ab, sondern hielt die ganze Geschichte hindurch an. Die vielen Personen, die andere verwirrten, fand ich klar gezeichnet und es wurde auch an vorige Namen angeknüpft, sodass immer und jederzeit klar war, dass es sich immer um dieselbe Person handelt. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, eigentlich aber nur Annas und Julies und anfangs kommt Jane zu Wort, also nicht so viele. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, wie gesagt, das Buch hat mich fasziniert und nach dem Schluss konnte ich erst recht nicht schlafen.

Amy Gentry hat ihr Studium an der Universität von Chicago mit einem PhD abgeschlossen und lebt in Austin, Texas, wo sie englische Literatur an einer High School unterrichtet. Gleichzeitig arbeitet sie als freie Literaturkritikerin für die LA Review of Books und Chicago Tribune. Good as Gone ist ihr erster Roman, der noch vor Erscheinen für riesiges Aufsehen sorgte und in über 20 Länder verkauft wurde.

Übersetzerin: Astrid Arz

GOOD AS  GONE: Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück.

Der Untertitel verrät es schon. Die 13jährige Julie wird aus ihrem Elternhaus entführt. Die einzige Zeigin ist Jane, ihre 10jährige Schwester. Trotzdem ihre Eltern, Anna und Tom, Himmel und Hölle in Bewegung setzen, eigentlich nur ihr Vater, denn ihre Mutter versinkt in einer Depression, wird sie nicht gefunden. Die Rest-Familie lebt, beziehungsweise überlebt traumatisiert, bis es nach acht Jahren eines Abends an der Tür klingelt. Eine junge Frau steht da und behauptet Julie zu sein. Nach und nach erwacht in Anna der Verdacht, dass es vielleicht doch nicht ihre Tochter ist, denn in einem wichtigen Punkt hat sie gelogen und ihre Geschichte von einem Mädchenhändlerring, einem Drogenboss in Mexico, wo sie acht Jahre verbracht haben will bis ihr die Flucht gelang, klingt doch sehr nach Film…

Aber die Wahrheit, die sich nach und nach herausschält ist viel grausamer und Anna ist sich eines Tages ganz sicher, ihre Tochter oder nicht, sie wird die junge Frau schützen …

 

Mehr will ich nicht erzählen, man muss das Buch selbst lesen. Aber von mir gibt es

5 Sterne und ich hoffe bald wieder von dieser Autorin, die ich mir merken werde, zu

hören.

 

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