Meine lieben Freunde, liebe Follower und liebe Gäste,

es kam überraschend, auch für mich. Auf der Fahrt im Schneetreiben von Salzburg nach Stuttgart  kam ich in’s Grübeln. In letzter Zeit, nach dem letzten Blogging 101 Kurs, in dem ich so nette Bekannte gefunden hatte, habe ich den Ratschlag von Josh/Wordpress von einem geregelten Blogging beherzigt. Aber es hat mir nicht geholfen, sondern ich fand mich unter Druck gesetzt an bestimmten Tagen irgendetwas zu veröffentlichen. Auch meine Buchbesprechungen finde ich eigentlich (fast) überflüssig. Wer liest sie schon. Ich, z.B., lese die Rezensionen anderer Bloggerinnen kaum, nur, wenn ich das Buch kenne oder ein unbekanntes Buch für meinen Literaturabend brauche (2 x im Jahr). Das kann ich ja weiter tun, schließlich habe ich die Blogs, denen ich folge, auch in meiner Favoritenleiste gespeichert.

Wendy aus Sydney ist die erste Person gewesen, die ich im Internet traf. Mir gefielen ihre Fotos der australischen Küste und ihre Gedichte. Zur Zeit stellt sie nur noch Lokale und Events vor, trotzdem werde ich immer mal wieder vorbeischauen. Vielleicht komme ich ja doch einmal nach Australien. Auch all die anderen, die mir ans Herz gewachsen sind, werde ich hie und da auf ihrem Blog besuchen. Claowue von Sussing Out Shakespeare werde ich immer weiter bewundern. Shakepeare im Original, nicht nur zu lesen, sondern auch die Theaterstücke zu besuchen und zu verstehen, finde ich phänomenal! Aber auch alle, die ich jetzt nicht namentlich aufführe, haben mich berührt oder amüsiert, wie der z.B.“Dampfplauderer“.

Aber der Blog braucht zu viel Zeit. Zeit, die ich lieber zum Schreiben nutze. Zur Zeit bin ich mit meiner Familiengeschichte beschäftigt. Nach Monaten bin ich gerade erst bei meiner Geburt. Gut, die Recherchen sind natürlich langwierig und schwierig. Ich bin im Oktober 1945 in Salzburg geboren und habe mich nie für den 2. Weltkrieg oder Politik interessiert. Meine Mutter, inzwischen 93 Jahre alt, lebt noch und ist geistig fit. Trotzdem kann ich einige Aussagen von ihr nicht so hinnehmen und überprüfe sie in Büchern, im Internet, bei Bekannten usw. Das ging soweit mit meinem Alltag und dem Blog wunderbar, aber nun taucht in meinem Kopf eine Geschichte auf und drängt sich mehr und mehr in den Vordergrund. Sie will geschrieben werden und ich will sie auch schreiben, aber eins nach dem anderen: Zuerst die Familiengeschichte und dann… Vielleicht geht auch beides parallel,  aber niemals zu dritt. Also sage ich leise „servus.“

Es gibt ein uraltes Wienerlied. Habe ich schon erzählt, dass mein Vater Wiener war?

Sag‘ beim Abschied leise ‚Servus‘,

nicht ‚Lebwohl‘ und nicht ‚Adieu‘,

diese Worte tun nur weh.

Doch das kleine, Wörter’l ‚Servus‘,

ist ein lieber letzter Gruss,

wenn man Abschied nehmen muss.

 

Am Montag erscheint noch mein letzter Beitrag für Ludwig’s MONDAY WINDOW und dann werde ich den Blog auf Privat umstellen, vielleicht, wenn die Bücher fertig sind, komme ich wieder.

 

 

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