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dem leben entgegen

Pierdomenico Baccalario

 ist ein italienischer Kinder- und Jugendbuchautor. Er studierte zunächst Jura, bevor er sich dem Journalismus und dem Schreiben von Büchern zu wandte, die in über 18 Sprachen übersetzt wurden. (Wikipedia)

    ISBN 978-3-641-15671-8

übersetzt von Barbara Neeb und Katharina Schmidt 

cbj Kinder und Jugendbuchverlag in der Random House Gruppe, Bertelsmann, ab 12 Jahre

 

Inhalt: Afghanistan: Hazrat stammt aus der zweiten Ehe seines Vaters, der seine erste Frau, die ihm 10 Töchter und nur einen Sohn geboren hatte, verstieß.  Im Alter von 6 Jahren schlägt das Schicksal grausam zu. Sein Vater ersticht in geistiger Umnachtung die Mutter, seinen geliebten älteren Bruder und seine kleine Schwester. Die ältere Schwester verliert beide Hände und kann mit Hazrat zu Verwandten fliehen. Dort taucht bald sein Stiefbruder auf, der die beiden Kinder zu sich nach Kabul nimmt, um ungestört das Erbe an sich zu bringen. Er bedroht Hazrat mit dem Tod, falls er sich ihm entgegen stellen sollte und lässt ihn schwere Arbeit verrichten. Aus Todesangst versteckt er sich eines Tages in einem Bus und gelangt so nach Pakistan. Dort gelingt es ihm zu anderen Afghanen, die seinen Dialekt sprechen, Kontakt herzustellen. Er arbeitet in einer Ziegelfabrik am Brennofen. Als diese Fabrik durch eine Flut und Sturm zerstört wird, kehren die Männer zurück nach Afghanistan. Hazrat nehmen sie mit, der bei anderen Verwandten seiner Mutter Unterschlupf findet. Aber nicht für lange. Er beschwört einen „Reisemann“ ihn wieder nach Pakistan zu bringen, aber stattdessen landet er in einer Koranschule, um zum Selbstmordattentäter ausgebildet zu werden. Es gelingt ihm eines Tages sich aus einem fahrenden Auto rollen zu lassen…

In den Kofferraum eines Autos gequetscht gelingt die abenteuerliche Flucht in den Iran. Von dort, da er als Illegaler immer wieder flüchten muss, will er nach Italien. In einem Straßencafé hat er im Fernsehen lachende Menschen gesehen, die getanzt haben. Fasziniert fragte er: „Wo ist das?“ Die Antwort lautete: „Italien.“ Das war ab sofort sein Traumziel. Über abenteuerliche Wege und mit Bestechung gelingt ihm diese Flucht. Als er aufgegriffen wird, behauptet er 22 Jahre alt zu sein. Mit diesem Alter und ohne Papiere glaubt er, nicht zurück geschickt zu werden. Erst nach langem Bemühen eines Mitarbeiters einer Organisation, die sich um minderjährige Flüchtlinge kümmert, gibt er seinen Namen „Hazrat“ und sein Alter preis. Zu dem Zeitpunkt ist er 16 Jahre alt. In dem Heim für minderjährige Flüchtlinge lernt er nach sehr langer Zeit wieder zu spielen und zu lachen. Misstrauisch bleibt er dennoch. Pierdomenico Baccalario, unterwegs in Turin, um einen Bericht über Menschen in Not zu schreiben, wird auf ihn aufmerksam gemacht. Nach vielen Wochen erscheint dann der Bericht über Hazrat Safari (der Reisende). Diesen Namen hat er sich selbst gegeben. Es ist nicht sein richtiger Name, aber was ist schon ein Name? Ein Verlag wird aufmerksam und so wurde dieses Buch veröffentlicht.

Fazit: Manchmal sehr schwer zu lesen, da Hazrats Geschichte bedrückend ist. Bewundernswert sein Überlebenswille und ich kann ihm nur alles Glück der Erde für seine Zukunft wünschen.

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